Tauchsafari "Brother Islands" vom 08.11. - 15.11.07

Gespannt der Dinge die sie erwarten würden brachen 6 Mitglieder der Tauchgruppe Meilen am Donnerstag 08.11.07 in aller Herrgottsfrühe mit Reiseziel Brother Islands in Richtung Flughafen Zürich auf. Begleitet wurden sie von einem unerschrockenen Mitglied der Tauchgruppe des Seerettungsdienstes Meilen-Uetikon. Die Zusammensetzung der Gruppe darf man, ohne zu übertreiben, als „Kunterbunt“ bezeichnen: Ein hartgesottener Feuerwehrmann, ein väterlicher Fliesenleger, ein lausbübischer Laborant, ein smarter Banker, ein seriöser Servicetechniker sowie zwei Vertretern des graphischen Gewerbes, welche sichtlich am meisten Mühe bekundeten sich an die langen Tage zu gewöhnen.
Die Hinreise verlief weitgehend ereignislos, und so konnten die sieben am Abend Quartier an Bord der „Heaven Saphir“ beziehen, welche für die nächste Woche ihr zu Hause sein würde. Nach dem Frühstück am nächsten Tage folgte eine kurze Fahrt zum ersten Tauchplatz „Shaab Torombi“ wo sie den üblichen Checkdive hätten absolvieren müssen. Soweit kam es allerdings nicht bei allen: Es zeigte sich nämlich, dass sich das Rote Meer zu dieser Jahreszeit schon von einer recht ruppigen Seite zeigen kann. Und so verfärbte sich ein, an sich gestandener Ankerfahrer, langsam von einem schwachen rosa über ein mattes weiss zu einem blassen grün, und musste kurz darauf die sanitarischen Anlagen aufsuchen, woher er nicht so rasch wieder zurückkehrte. Das war dann aber erst die Vorspeise von dem was sich der Ozean für die 7 tapferen vorbereitet hatte: 2 Tauchgänge, 2 Mahlzeiten einige Stunden und zahllose „Stuggeron“ später stach die „Saphir“ in die offene See um über Nacht zu den „Brother Islands“ zu gelangen. Die Seekrankheit war nun zwar allenthalben besiegt, die See war aber so rau, dass an ein Schlafen nicht zu denken war und man hauptsächlich damit beschäftig war nicht aus dem Bett zu fallen.
Die Strapazen waren aber sehr schnell vergessen als die sieben in die wunderschöne Unterwasserwelt vor Ort eintauchen durften: Neben üppig bewachsenen Steilwänden, Muränen, Barrakudas, riesigen Tunfischen, Napoleonfischen, Schildkröten, Stein-/ und Drachfischen, Barschen und anderen Rifffischen in scheinbar millionenfacher Ausführung sowie weiterem Kram, konnte am zweitletzten Tauchtag auch noch das Wrack der „Nubilia“ betaucht werden, sowie eine Sightseeingtour auf dem „grossen Bruder“ unternommen werden. An Grossfischen (vornehmlich Haien) fehlte es unserer Truppe auch nicht: Fuchs-, Hammer-, und grauer Riffhai glänzten mit zum Teil regelmässigen Auftritten und zeigten sich manchmal sogar auch aus der Nähe. Und das „Hailight“ auf das alle gehofft hatten stellte sich dann auch schon bald ein: Etliche Weissspitzenhochseehaie (Carcharhinus longimanus) hielten sich zurzeit in der Gegend auf und konnten sowohl vom Schiff aus als auch unter Wasser beobachtet werden. Diese „Viecher“ zeigten sich als ausgesprochen neugierig und mussten auch schon mal mit einem dezenten Flossenklapps vom Anknabbern abgehalten werden. Der erste „Kontakt“ verlief bei einigen somit auch noch etwas distanziert, so war der jüngste der sieben stets darauf bedacht immer einen erfahrenen „Haiflüsterer“ zwischen sich und dem kreisenden Hai zu haben. Bei den weiteren Begegnungen konnten dann aber die aufgebauten Spannungen abgebaut werden und es entstand schon fast so etwas wie Freundschaft.
Müde, Erschöpft aber rundum zufrieden mit dem Erlebten landeten unsere Freunde am 15.11.07 nach einer problemlosen Überfahrt und einem fast reibungslosen Flug wieder in Kloten, wo sie mit einem Schlag in die Realität zurückgeholt wurden und feststellen mussten:
Der Sommer ist hier definitiv vorbei!

Erkenntis der Ferien:
Man kann auch ohne zu trinken Kopfweh bekommen, gäll Schämpe!

Erstellt von: Willy am 17.11.2007 16:21 Antwort
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